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Wer hat das Speiseeis erfunden?

Eiscreme wurde vermutlich in China um 2000 v. Chr. erfunden. Allerdings war bis zur Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde im Jahre 1876 die Zubereitung der kalten Köstlichkeit sehr mühsam. Damals verwendete man zur Herstellung der eiskalten Leckerei Gletschereis und Schnee von den Gipfeln der nächsten Gebirge, welches man mit Fruchtmark, Zimt, Honig oder Rosenwasser genießbar machte. Als Folge der erheblichen Beschaffungsprobleme war Speiseeis nur der oberen Schicht vorbehalten.

Erst um 1790 wurde in Amerika die erste Speiseeismaschine erfunden und die erste Speiseeisfabrik öffnete 1851 in Baltimore (USA). Im Jahre 1864 wurde die erste Eiscreme im heutigen Sinne hergestellt.

Wie sieht’s heute aus?

Heute werden die Grundzutaten in einen großen Behälter gegeben, gemischt und pasteurisiert (d.h. für kurze Zeit mit Hitze behandelt um eventuell vorhandene Bakterien und Mikroorganismen abzutöten). Das Gemisch wird gründlich verührt, abgekühlt und in einen Gefrierbehälter geleitet und so lange geschlagen bis es gut durchmischt ist. Aus dem Gefrierbehälter wird die Eiscreme teilweise gefroren entnommen und in kleinere Gefäße gefüllt, die dann in einem Kühlraum gelagert werden, bis sie hart ist.

Eis ist nicht gleich Eis:

  • Eiscreme wird aus Zucker, Milch oder Magermilch, aus Sahne oder Butter hergestellt und muss mindestens zehn Prozent Milchfett enthalten.
  • Einfacheiscreme unterscheidet sich von Eiscreme durch einen deutlich geringeren Gehalt an Milchfett (drei Prozent).
  • Fruchteis besteht aus Zucker, Wasser, frischem Obst, Fruchtfleisch oder Obstmark sowie aus natürlichen Geschmacks- und Geruchsstoffen. Der Obstanteil muss mindestens 20 Prozent betragen (bei Zitroneneis mindestens zehn Prozent).
  • Milchspeiseeis zeichnet sich durch einen besonders hohen Milchanteil (mindestens 70 Prozent) aus.
  • Rahmeis oder Sahneeis enthält mindestens 60 Prozent Schlagsahne, außerdem Zucker sowie natürliche Geschmacks- und Geruchsstoffe.
  • Cremeeis wird aus Eiern, Zucker, Milch und natürlichen Geschmacks- und Geruchsstoffen hergestellt. Bei Cremeeis werden mindestens 270g Vollei oder 100g Eidotter auf einen Liter Milch verwendet.
  • Kunstspeiseeis darf künstliche Geschmacks- und Geruchsstoffe enthalten und mit künstlichen Farbstoffen gefärbt sein.

Einige Rezepte zum Selbermachen

Grundrezept Vanilleeiscreme:

Zutaten (3 Portionen):

  • 300 mL Vollmilch
  • 50 mL Schlagobers
  • 1 Vanilleschote
  • 3 Eigelb
  • 30-40g Zucker
Zubereitung: Die Milch mit der Sahne in einen Topf gießen. Die Vanilleschote ausschaben und sowohl das Mark als auch die Schote in den Topf geben. Das Ganze aufkochen lassen, anschließend die Schote herausnehmen. Die Eigelbe mit dem Zucker aufschlagen, bis es dickflüssig ist, anschließend die heiße Milch unterziehen und die Creme abkühlen lassen, umfüllen und einfrieren.

Grundrezept Joghurt-Früchteeis:

Zutaten (4 Portionen):

  • 300g Früchte (z.B. Erdbeeren, Kirschen, Brombeeren, Heidelbeeren,...)
  • 300g Sahnejoghurt
  • 50 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Saft einer halben Zitrone
Zubereitung:

Die Erdbeeren (oder eine andere Frucht) säubern, pürieren und dabei einige Früchte als Garnitur zur Seite legen. Das Püree anschließend mit dem Joghurt verrühren, den Zucker, den Vanillezucker und den Saft unterrühren. Die Masse umfüllen und einfrieren, dabei regelmäßig durchrühren. Das Eis mit den Früchten garnieren und servieren.

Haltbarkeit:

Fertiges Eis hält sich in der Tiefkühltruhe einige Monate.

  • Zum Aufbewahren sollte ein Kunststoffgefäß benutzt werden, da das Eis dann cremiger bleibt.
  • An- oder aufgetautes Eis sollte nicht wieder eingefroren werden.
  • Vor dem Servieren sollte das Eis für etwa zehn Minuten angetaut werden, damit es cremiger wird und sich die Aromastoffe besser entfalten können.