Emitter Coupled Logic
ECL ist die Abkürzung für 'Emitter Coupled Logic' und bezeichnet eine Bauelement-Familie, die einerseits die
kürzesten Gatterverzögerungszeiten bietet, andererseits aber
auch die größte Verlustleistung aufweist. Ein ECL-Gatter arbeitet
mit einem Differenzverstärker als Eingangsstufe, wobei die Signalpegel
für LOW (-1.7 V) und HIGH (-0.9 V) so gewählt sind, dass
die Transistoren nie in die Sättigung gelangen. Dies verkürzt
ähnlich wie bei der Schottky-TTL-Technologie die Schaltzeiten der
Transistoren. Darüber hinaus sorgt der niedrige Signalpegel von nur
0.8 V dafür, dass unvermeidliche Schaltkapazitäten schnell
umgeladen werden.
Die Ausgänge von ECL-Schaltungen sind sehr niederohmig
und benötigen einen externen Widerstand gegen die negative Versorgungsspannung.
Dieser Widerstand verbraucht zusätzlich Energie, so dass die
Verlustleistung eines ECL-Gatters in der Größenordnung von 35
bis 50 mW liegt.
Vorteile von ECL-Schaltungen:
- kürzeste Gatterverzögerungszeiten
- Stromaufnahme unabhängig von Schaltzustand
- symmetrische Ausgänge für störsichere Signalübertragung
Nachteile:
- hohe Verlustleistung
- externe Ausgangswiderstände
- negative Versorgungsspannung
- Kombination mit anderen Logik-Familien umständlich
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